Jahrgang 5 im Schulkino: Das geheime Stockwerk

2026 03 18 Schulkino Jg. 5 2Zu Fuß ging es mit den rund 100 Kindern ins Dorf: sehr sicher durch einen Teil der alten „Schaulpättgen“, u.a. die Heckenwege hinter der Kirche – und das auch noch bei bestem Frühlingswetter. Vor dem Kino gab es kurze Anweisungen zum Verhalten und drei Beobachtungsschwerpunkte: Was fühlt sich im Film unfair an, was traurig und was beängstigend?

Ehe es in den großen Saal 1 des Gloria Kino Centers ging, hatten die Kinder Gelegenheit, sich mit Popcorn, Nachos, Süßem und allerlei Getränken einzudecken, was fast alle ausgiebig taten. Dass der Kauf von Cola nicht erlaubt war, führte zu kleinen Raunzern, aber letztlich waren die Schülerinnen und Schüler auch mit anderen Limonaden zufrieden.

2026 03 18 Schulkino Jg. 5 5Der Film führte die Kinder in zwei verschiedene Welten: die heutige Zeit in der Schweiz und ins Jahr 1938 im Nationalsozialismus (Genaueres unten). An den kleinen Gesprächen unter den Schülerinnen und Schülern während des Films über die Inhalte war schnell zu merken: Er hatte die große Mehrheit gepackt.

Im Reflexionsgespräch von Klasse 5d nach der Rückkehr in die Schule waren leidglich drei Kinder der Meinung, der Film sei nur mittelmäßig spannend gewesen, alle anderen fanden ihn richtig gut. Zu den Beobachtungsfragen hatten die Schülerinnen und Schüler viele Details bemerkt, sodass sie die Fragen sehr empathisch beantworten konnten. Zudem waren die Fünftklässler/innen erschrocken, dass in den Filmsequenzen von 1938 überall Hakenkreuze auf Bannern und Fahnen zu sehen waren, die Menschen den Hitlergruß zeigten und Juden vor anderen zutiefst herabgewürdigt wurden. Das Bewusstsein, dass dies alles heute zurecht verboten ist, sitzt also dankenswerterweise tief. Der Film war somit eine wirklich gute Wahl.

Wir danken dem Gloria Kino Center in Ankum, dass wir den Film sehen durften und bestens bewirtet wurden!

Text/Fotos: Wengh

Details zum Film: Worum genau ging es?

„Die Eltern des 12-jährigen Karli haben in den Alpen ein altes Hotel erworben. In den Ferien soll er dort bei den Malerarbeiten helfen. Als er missmutig auf den Knöpfen des Fahrstuhls herumdrückt, öffnet sich die Tür, und Karli befindet sich in einem geheimen Stockwerk im Jahr 1938.

Dort lernt er das jüdische Mädchen Hannah und den Schuhputzer Georg kennen. Georg wird eines Diebstahls beschuldigt, den er nicht begangen hat. Möglicherweise haben die Söhne eines hochrangigen Nationalsozialisten, der Gast im Hotel ist, oder der Barpianist Bruno etwas damit zu tun.

In der Gegenwart werden Karlis Eltern skeptisch, weil sich Karli so lange mit der Verbrecherjagd beschäftigt. Langsam wird Karli klar, welches Unheil seinen beiden Freunden in der Vergangenheit droht.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Das_geheime_Stockwerk